Neuerscheinung: Wie wird auf Instagram über Erziehung gesprochen? Beitrag von Dr. Carlo Schmidt und Prof. Dr. Christine Sälzer

15. Januar 2026 / Ramona Böhm

Wie wird auf Instagram über Erziehung gesprochen?

In ihrer Studie befassen sich Carlo Schmidt und Christine Sälzer mit dem erziehungsbezogenen Potenzial der Social-Media-Plattform Instagram und haben dafür die jüngsten Posts mehrerer reichweitenstarker Influencer:innen im Erziehungsbereich mit Blick auf das Schulalter ausgewertet. In der untersuchten Instagram-Kommunikation kristallisiert sich ein Narrativ „guter“ Erziehung klar heraus: Es verbindet pädagogische Leitvorstellungen – Autonomie, Bedürfnisorientierung, emotionale Authentizität und Kritik an institutionellen Normierungen – zu einem kohärenten Sinngefüge. Dieses stellt nicht das Kind als Objekt pädagogischer Maßnahme in den Mittelpunkt, sondern die elterliche Haltung als Ausdruck moralischer Integrität. Es zeigt sich, dass das Narrativ stark affirmativ ist: Erziehung erscheint als beziehungszentrierte, entnormierte Praxis, die individuelle Einzigartigkeit wertschätzt, institutionelle Anforderungen kritisch sieht und Reflexionsbedarf eher ästhetisch als argumentativ inszeniert.

Wie wird auf Instagram über Erziehung gesprochen?

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