„Too Busy to Read, Too Important to Ignore: How Teachers Manage to Read Work-Related Literature in Their Day-to-Day Work”

26. November 2024

Die kontinuierliche Weiterbildung von Lehrkräften und eine Orientierung ihres Unterrichts an wissenschaftlicher Evidenz gelten aktuell als Standard. Inwiefern Lehrkräfte es tatsächlich umsetzen, in ihrem vielseitigen und dynamischen Berufsalltag dieser Forderung nachzukommen, ist noch wenig beforscht. Parallel wachsen die Angebote offener Bildungsmaterialien und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens mit individueller Zeitgestaltung. Linda Schirle, Andreas Just und Christine Sälzer haben anhand der Daten aus PISA 2022 untersucht, welche Lehrkräfte sich mit berufsbezogener Literatur beschäftigen – mit einem vertieften Blick auf Mathematik-Lehrkräfte. Auf Basis der wöchentlich investierten Arbeitszeit für verschiedene Tätigkeiten konnten sie drei Typen von Mathematik-Lehrkräften identifizieren: Die auf Unterricht Fokussierten, die Netzwerkenden und die Korrigierenden. Unterschiede zwischen diesen drei Typen zeigten sich besonders bezüglich des Lesens berufsbezogener Literatur – genau wie zwischen den Mathematik-Lehrkräften insgesamt und den Lehrkräften anderer Fächer. Ferner wurden Unterschiede in der mentalen Gesundheit, der Berufszufriedenheit, bei kollaborativen Tätigkeiten und Fortbildungsbedarfen zwischen den verschiedenen Typen und Fächergruppen sowie ihren lesenden und nicht-lesenden Untergruppen sichtbar– unter anderem signifikant weniger Stressursachen und tendenziell weniger negative Affekte bei den lesenden Mathematik-Lehrkräften.

Die Open-Access Publikation „Too Busy to Read, Too Important to Ignore: How Teachers Manage to Read Work-Related Literature in Their Day-to-Day Work” ist unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY über den folgenden Link verfügbar: https://doi.org/10.3390/educsci14121296

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