20. Oktober 2020

Bericht über zwei Workshops des BPT im Rahmen der Code Week 2020

Hacking, Making, Coding für alle! Unter diesem Slogan kommen jedes Jahr im Oktober Millionen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Eltern, Lehrpersonen, Unternehmen und Politiker bei Veranstaltungen online und offline, in Klassenzimmern und Bibliotheken in Europa und darüber hinaus zusammen, um mit digitalen Technologien kreative Projekte umzusetzen. Im letzten Jahr nahmen in über 80 Ländern innerhalb und außerhalb Europas mehr als viereinhalb Million Menschen an tausenden Code Week-Aktivitäten teil.

Seit 2013 gibt es die Code Week. Nicht nur eine regionale Baden-Württemberg Code Week fand dieses Jahr erstmalig statt, auch das BPT nahm dieses Jahr zum ersten Mal mit gleich zwei Workshops daran teil.

Wegen der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen der Universität Stuttgart, wurden beide Workshops online durchgeführt. Im Angebot waren der Workshop „Coden mit Mia dem mBot“ von Evelyn Hoffart und Benjamin Linsak, der sich speziell an Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren richtete und der Workshop von Marcus Brändle und Laura Eisenhardt „Programmierbarer Wintergarten im Gurkenglas“.

Letzterer war nicht ausschließlich auf Mädchen beschränkt, richtete sich an die Altersgruppe 15-18 und war innerhalb kurzer Zeit schon ausgebucht. Der Workshop „Coden mit Mia“ erreichte wohl leider nicht genug Mädchen der Zielgruppe, weshalb er mit einer geringen Teilnehmerzahl stattfand. Die Begeisterung für die Mini-Roboter, sogenannte mBots, die über die blockbasierte Programmiersprache „Scratch“ angesteuert wurden, war dennoch groß und so konnten Aufgaben und Stationen zu Dance- und Singstar, Linienverfolgungssensor und Wetterfrosch, bei welcher beispielsweise so programmiert wurde, dass die jeweilige Temperatur über einen Sensor gemessen und angezeigt wurde, von den Kindern bearbeitet werden. Auch ein Mini-Ventilator, der über einen Ultraschallsensor gesteuert wurde, sodass er beim Annähern eines Hindernisses Seifenblasen erzeugte, gefiel den Teilnehmerinnen sehr, obwohl sie alle realen Anwendungen nur über Kameras beobachten konnten. Auch die rege Beteiligung an den Quizfragen, bei denen online jeder abstimmen konnte und ersichtlich war, welche der Antwortmöglichkeiten die meisten Treffer erzielte, motivierte die Teilnehmerinnen ihr Wissen zu vertiefen. Ein Hindernisparcours, bei dem der mBot Mia durch den selbst programmierten Code der Teilnehmerinnen, der uns von den Teilnehmerinnen zugeschickt wurde, über eine Brücke fahren und eine Tonabfolge abspielen musste, sodass Mia ein Lied spielte, rundete den ganztägigen Workshop ab.

Ebenfalls einen ganzen Tag lang, von 9-16 Uhr, ging der Workshop am darauffolgenden Samstag den 17. Oktober zum Programmierbaren Wintergarten im Gurkenglas. Hier wurden im Vorfeld Gurkengläser und Einzelteile wie Mikrocontroller-Boards, Sensoren, Lüfter, LEDs und elektrische Widerstände an die 10 Teilnehmer/innen versandt. Die Teilnehmenden erhielten das Zubehör, welches von der Vector-Stiftung bezuschusst wurde, kostenlos. Wegen des großen Interesses am Kurs, bastelten teileweise gleich drei Jungs vor einer Webcam mit und hatten sich die Materialien selbst besorgt, da die verfügbaren Plätze so schnell ausgebucht waren.

Nach einer Einführung zu den elektrotechnischen Grundlagen (Steckverbindungen, Leiterplatten, Widerständen, Leuchtdioden, Sensoren) und dem Üben der C++ Programmierung anhand einfacher Beispiele, wurde von den Workshopleiter*innen weiter angeleitet und unterstützt, um das regelungstechnische Kleinprojekt zu realisieren. Alle programmierbaren Wintergärten erfüllten am Ende die Anforderungen, waren funktional und konnten sowohl auf Temperatur- als auch auf Lichteinflüsse aus ihrer Umwelt reagieren.

 

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