Abteilung Berufs-, Wirtschafts- und Technikpädagogik (BWT)

Laufende Projekte

Kurzbeschreibungen zu den aktuell laufenden Forschungsprojekten des BWT

Im Folgenden werden die aktuellen Forschungsprojekte des BWT mit Kurzbeschreibung, Ansprechpartner*innen und Laufzeiten vorgestellt. Für weitere Informationen zu den jeweiligen Projekten kontaktieren Sie die Ansprechpartner*innen, am besten per E-Mail.

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung / Stifterverband

Im Verbund: Universität Mannheim (Prof. Dr. Dirk Ifenthaler)

Laufzeit: 10/2020 – 12/2022

Kurzbeschreibung: Das Projekt zielt auf die forschungsbasierte und nutzer/-innen-orientierte Gestaltung und Implementierung einer Serie von 4 modularen offenen Online-Kursen (i.S.v. MOOCs – Massive Open Online Courses) in deutscher Sprache zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der beruflichen Bildung (Micro Degree) als Reaktion auf emergente Qualifikationsbedarfe in der Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Professionals und diesbezügliche Leerstellen im deutschsprachigen Weiterbildungsangebot. Dabei werden Grundlagen- und Anwendungskompetenzen aus dem Themenbereich „KI in der Bildung“ auf wissenschaftlichem Niveau unter Berücksichtigung der instrumentellen (KI als Werkzeug) wie auch der inhaltlichen (KI als Lerngegenstand) Perspektive bearbeitet. Ferner werden Prozessdaten in die Kursentwicklung und -durchführung im Sinne eines Learning Analytics Designs einbezogen.

Bei Abschluss des Kurses sind die Lernenden in der Lage...

  • grundlegende Funktionsprinzipien von KI-Anwendungen im Kontext der Berufsbildung zu verstehen.
  • Einsatzbereiche, Möglichkeiten und Grenzen von KI-Technologien im Bildungsbereich einzuschätzen. 
  • KI-getriebene Bildungstechnologien, bspw. aus dem Bereich Learning Analytics, für eigene Fragestellungen anzuwenden. 
  • Anforderungen an KI-Systeme für den beruflichen Bildungsbereich zu formulieren.

Weiterführende Informationen zum Projekt: https://ki-campus.org/

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Kristina Kögler

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Im Verbund: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO, Dr. Bues), Universität Stuttgart (Institut für Arbeitswirtschafts und Technologiemanagement), Daimler AG, Siemens AG (im Rahmen des Forschungscampus ARENA2036).

Laufzeit: 10/2018 - 09/2023

Kurzbeschreibung:
Das Verbundprojekt Agiler InnovationsHub erforscht und gestaltet die Zusammenarbeit der Akteure und Projekte im Forschungscampus ARENA2036. Dazu ermittelt es zunächst die spezifischen Erfordernisse, die sich aus dem interdisziplinären, transinstitutionellen und kollaborativen Charakter der ARENA2036 ergeben.
Es ist ein Schnittstellenprojekt, das neuartige Werkzeuge für das Innovations- und Wissensmanagement generiert und so die Art und Weise der Zusammenarbeit in zukünftigen Innovationsnetzwerken unterstützt und optimiert. Als Resultat entsteht ein physischer, virtueller und methodischer Treffpunkt für Innovationen, in dem sich die Akteure individuell und kooperativ schnell, flexibel, und selbstorganisiert bewegen können.
Das Teilprojekt LeWi ist darauf ausgelegt, spezifische Herausforderungen eines effektiven und nachhaltigen lernprozessorientierten Wissensmanagements in der Arena 2036 mittels empirischer Methoden zu erforschen. Es werden Lösungsansätze hinsichtlich eines funktionalen Wissensmanagements auf dieser evidenzbasierten Grundlage angeboten, implementiert und evaluiert.

Projekthomepage: https://www.arena2036.de/de/agiler-innovationshub

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Kristina Kögler, Dr. Brigitte Schönberger

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Im Verbund:

Kurzbeschreibung:

Das Projekt worldlab:
Das Projekt worldlab ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Weltethos und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg für Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung in beruflichen und allgemeinbildenden Schulen. Ziele des Projekts sind u.a. die Förderung der Demokratiekompetenz, der interkulturellen Kompetenz und der Inklusion. Das Projekt beginnt mit Begegnungsworkshops, in denen geflüchtete und nicht geflüchtete Schüler*innen zur Reflexion ihrer Werte angeleitet werden und gemeinsame Werte für ein Schülerprojekt aushandeln. Anschließend bearbeiten die Teilnehmer*innen zusammen in gemischten Tandems ein Praxisprojekt, welches sie über mehrere Wochen planen und dann gemeinsam durchführen. Am Ende jedes Schuljahres werden die besten Praxisprojekte ausgewählt und prämiert.

Die Begleitevaluation:
Die Begleitevaluation untersucht die Wirkungen des Projekts worldlab auf den Ebenen der teilnehmenden Schüler*innen und Lehrkräfte, der Schule und der Gesellschaft. Die Evaluation beobachtet die Durchführungsprozesse des Projekts (on-going Evaluation) und erforscht dessen Wirkungen und Nachhaltigkeit (ex-post Evaluation). Im Untersuchungsdesign werden quantitative und qualitative Forschungsmethoden kombiniert. Aus der Perspektive einer formativen Evaluation werden Erkenntnisse aus der Evaluation zur Verbesserung des Projekts eingesetzt, mit teilnehmenden Schüler*innen erprobt und ebenfalls evaluiert.

Die Erkenntnisse aus der empirischen Forschung werden in die Lehrerbildung einbezogen. Der Umgang mit Diversität gilt als eine der wichtigsten Herausforderungen für aktuelle und künftige Lehrkräfte. Das Forschungsprojekt gewinnt hierzu u.a. empirische Erkenntnisse zu Gelingensbedingungen für schulisch initiierte Begegnungen von Schüler*innen unterschiedlicher kultureller Hintergründe.

Zudem sollen die Ergebnisse des Forschungsprojekts der Öffentlichkeit und der Wissensgemeinschaft vorgestellt werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Kristina Kögler, Dr. Martin Kenner, Larissa SchleherBenjamin David Ehring

Kurzbeschreibung: 

Der kurzfristige Wechsel zu ausschließlich digitalen Lehr-Lern-Formaten aufgrund der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie stellt sowohl Lehrende als auch Lernende vor neue und große Herausforderungen. Um ein möglichst umfangreiches Meinungsbild zu erhalten, wie die digitale Lehre im Sommersemester 2020 gelungen ist, und Lehrende sowie Studierende aktuell und zukünftig bestmöglich unterstützen zu können, führt das Institut für Erziehungswissenschaften in enger Zusammenarbeit mit der Stabsstelle QE eine empirische Evaluation durch.

Hierzu werden sowohl Studierende als auch Lehrende zu ihrer bisherigen Erfahrung mit der Onlinelehre befragt. Hieraus sollen die Erfahrungen und Bedarfe ermittelt werden, damit das im November 2020 startende Wintersemester möglichst so vorbereitet werden kann, wie es den realen Gegebenheiten am besten entspricht. Zudem kann aus der aktuellen Situation auch Erfahrung für künftige digitale Lehrangebote abgeleitet werden.

Im diesem Rahmen werden die Studierenden mittels drei Teilerhebungen, die über das Semester verteilt sind, zu den Eingangsvoraussetzungen für das digitale Semester, ihren Erfahrungen mit der digitalen Lehre sowie ihrem Studienerfolg befragt. Die Lehrenden werden zu zwei Erhebungszeitpunkten um ihre Einschätzungen zum Lehrprozess sowie zu den Outcomes des Sommersemesters gebeten.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Corona-Projekts.

Ansprechpartner

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Im Verbund:

Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg, im Einzelnen

Laufzeit: 04/2021 – 04/2023

Kurzbeschreibung:
Im Rahmen der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg (PSE) hat das Verbundprojekt digital macht schule zum Ziel, ein PSE-Partnerschulnetzwerk aufzubauen, um im Kontext der Digitalisierung in der Bildung den Theorie-Praxis Austausch sowie die digitalisierungsbezogenen Kompetenzen von Lehrpersonen sowie angehenden Lehrpersonen zu fördern.  

Mithilfe einiger Referenzschulen wird ein Netzwerk ins Leben gerufen. Hierdurch sollen praktische Anwendungsfelder geschaffen sowie die verschiedenen Ausbildungsphasen der Lehramtsausbildung miteinander verzahnt werden. Austausch soll es hier auf verschiedenen Ebenen geben, sowohl wischen den Schulen als auch zwischen den Schulen und Hochschulen.

Das Projekt baut auf dem bereits laufenden Projekt MakedEd_digital auf.

Ansprechpartner (BWT):
Prof. Dr. Kristina Kögler, Laura Schmidberger

Förderer: Telekom Stiftung

Kurzbeschreibung:
Mit dem Projekt sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie sich das Interesse an Technik und einschlägige berufliche Orientierungen sowie bereichsspezifische Selbstkonzepte im Verlauf der Schulzeit entwickeln.
Parallel dazu soll eine Evaluation Aufschluss geben, inwiefern einschlägige schulische Angebote, wie beispielsweise die "Junior-Ingenieur-Akademie", einen positiven Einfluss auf die jeweiligen Entwicklungen ausüben und ob neben den in den jeweiligen Projekten spezifisch geförderten Kompetenzen auch die Entwicklung übergreifender technischer Kompetenzen begünstigt wird.
Um die Evaluationsziele einzulösen, sollen einerseits fachliche Kompetenzen und andererseits Interessen, Selbstkonzepte und berufliche Orientierungen erfasst werden.

Testergebnisse:
Als Teilnehmer/in können Sie an dieser Stelle Ihre eigenen Testergebnisse einsehen, sobald diese vorliegen.

Ansprechpartner:
Kathrin Pape, Michael Weber

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit: 01/2016 - 06/2019

Kurzbeschreibung:
Die Maßnahmen zur Erreichung der übergreifenden Ziele des Projekts „Lehrerbildung PLUS“ werden einer formativen und summativen Gesamtevaluation unterzogen. Im Fokus der formativen Evaluation stehen (1) die Funktionalität der Professional School of Education (PSE), besonders die Kooperationsqualität zwischen den beteiligten Institutionen und (2) die inhaltliche Abstimmung des Lehrangebots, wobei hier die Fachdidaktiken die zentralen Schnittstellen bilden. Dazu werden längsschnittlich angelegte Befragungen der PSE-Akteure sowie der Dozenten und Studierenden in den Fachdidaktiken durchgeführt. Ausgehend davon erfolgen projektbegleitend die Rückspiegelung von Optimierungsbedarfen und Aussagen zu qualitativen Veränderungen der Lehrerbildung durch die Einführung der PSE. Ziele der summativen Evaluation sind die Untersuchung (1) des Professionswissens der Lehramtsstudierenden im Bachelor (Fach Mathematik) und (2) der Eingangsselektivität der Hochschulstandorte (Universität Stuttgart vs. PH Ludwigsburg) bzw. Studienfächer (Lehramt B.Sc. vs. Mathematik B.Sc.). Methodisch ist eine längsschnittliche Testung der Lehramtsstudierenden vorgesehen. Eingesetzt werden Tests zu kognitiven Fähigkeiten, Fachwissen, fachdidaktischem und pädagogischem Wissen sowie Fragebögen zu Berufswahlmotiven und allgemeinen Informationen. Erwartet werden (1) Erkenntnisse zur Entwicklung des Professionswissens und mögliche Erklärungsmodelle sowie (2) Aussagen zur Existenz von Eingangsselektivität zwischen den Institutionen bzw. den unterschiedlichen Studiengängen.

Internetauftritt des Projekts: https://www.pse-stuttgart-ludwigsburg.de/projekte/lehrerbildung_plus/

Ansprechpartner:
Florina Stefanica, Kerstin Norwig

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg / Universität Stuttgart

Verbund: Abteilung Lehren und Lernen mit intelligenten Systemen, Universität Stuttgart (Jun.-Prof. Dr. Maria Wirzberger)

Laufzeit: 10/2020 – 9/2022

Kurzbeschreibung: Kognitive und affektive Prozesse sind elementare Bestandteile individuellen Lernens und seiner Outcomes. Ihr Zusammenspiel in Wahrnehmungs- und Lernsituationen und insbesondere die Bedeutung affektiven Erlebens für den Lernprozess wird seit den 1980er Jahren diskutiert und beforscht. Die resultierende Befundlage zu den Wechselwirkungen affektiver und kognitiver Appraisals in Lehr-Lern-Prozessen ist dennoch ausgesprochen heterogen und mit Blick auf (quasi-)experimentelle prozessanalytische Zugänge in realen Lernsituationen auch überschaubar. Dies liegt nicht zuletzt an unterschiedlichen methodischen Zugängen zu den Konstrukten im Sinne ihrer Indikatorisierung. Es existiert kaum systematisches Wissen über die Zusammenhänge kognitiver und affektiver Konstrukte in Abhängigkeit der verwendeten Messmethodik, sondern vielmehr eine Vielzahl einander teils widersprechender Befunde, die aus unterschiedlichen Zugängen resultieren.

Das Projekt liefert im Rahmen eines quasi-experimentellen Zugangs einen systematischen Einblick in kognitive und affektive Facetten individueller Lernprozesse. Die Zielkonstrukte werden mittels verschiedener Messmethoden – darunter etwa Experience-Sampling und auch neurowissenschaftliche Verfahren in einer digitalen Spielumgebung erhoben. Die zentralen erkenntnisleitenden Ziele der Studie bestehen dabei (1) in der systematischen Abklärung der messmethodischen Divergenzen multimodaler Indikatoren für kognitive und affektive Variablen und (2) in der Analyse der Wechselwirkungen zwischen kognitiven und affektiven Prozessen in Abhängigkeit ihrer Indikatorisierung. In Abgrenzung und Erweiterung zur bislang vorherrschenden Dominanz artifizieller Laborkontexte bildet hier (3) die Erforschung kognitiv-affektiver Zusammenhänge sozialen Lernsituationen in der gewerblich-technischen Berufsbildung den Fokus der Betrachtung.

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Kristina Kögler

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt-BW)

Laufzeit: 04/2019 bis 12/2021

Kurzbeschreibung: 
Das Projekt zielt auf die Implementierung und Validierung eines computerbasierten low-stakes Einstufungstests zur Messung der fachspezifischen Studierfähigkeit im Bereich Wirtschaftswissenschaften, der nach der Immatrikulation zur Überprüfung der universitären Auswahlentscheidung und frühzeitigen Identifikation und individualisierten Rückmeldung von Förderbedarfen eingesetzt werden soll. Die Studierenden erhalten nach dem Testdurchlauf ein individualisiertes Feedback, das bereichsspezifische Schwächen und Stärken aufzeigt und auf entsprechende Förderangebote wie beispielsweise universitätsinterne Brückenkurse sowie onlinebasierte Tutorials hinweist. 

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Kristina Kögler, Laura Schmidberger, Dr. Brigitte Schönberger

Förderer: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Kurzbeschreibung:
Das Projekt ist eine wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs AVdual an Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es, strukturierte Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Schulversuchs zu gewinnen.
Die neue Maßnahme Ausbildungsvorbereitung (AV) und Ausbildungvorbereitung dual (AVdual) sollen die bisherigen berufsvorbereitenden Bildungsgänge VAB, BEJ und BFPE ersetzten.
Die längsschnittlich angelegte Studie setzt sich aus zwei Modulen zusammen. Im ersten Modul wird in einem Experimental-Kontrollgruppendesign untersucht, wie sich ausgewählte Kompetenzen entwickeln. Zudem werden die Effekte in Abhängigkeit der Implementationsqualität beobachtet.
Das zweite Modul fokussiert den Übergang in die vollqualifizierte Ausbildung und erfasst in diesem Zusammenhang den Verbleib der Jugendlichen, die in die Maßnahme einmünden. Zudem werden die Abbrüche im Rahmen der Übergangsmaßnahme erhoben und explizit auf ihre Ursache untersucht.

Ansprechpartner:
Didem Atik

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