Forschung

Abteilung Pädagogik

Forschungsschwerpunkte der Abteilung Pädagogik

Aktuelle Projekte

Das Projekt LehrerbildungPLUS wird innerhalb der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern vom BMBF gefördert. Das Projekt ist ein Verbundprojekt aller fünf an der Lehrerbildung beteiligten Hochschulen im Raum Stuttgart-Ludwigsburg und wird unter der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg (PSE) geführt.

In der ersten Förderphase (Januar 2016 bis Juni 2019) wurde von der Abteilung Pädagogik in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ein Teilprojekt zur Evaluation des Orientierungspraktikums durchgeführt. Die Ergebnisse aus der ersten Förderphase sind in Fromm und Strobel-Eisele (2020,Praxisbetreuung im Lehramtsstudium) erschienen.

Auch in der zweiten Projektlaufzeit (Juli 2019 bis Juni 2023) wird das Ziel verfolgt, Lehramtsstudierende zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit ihren künftigen Aufgaben im Beruf anzuleiten. Im Rahmen zweier Maßnahmenpakete werden die schulpraktischen Erfahrungen der beiden Praxisphasen (Orientierungspraktikum und Schulpraxissemester) analysiert und reflektiert. Studierende sollen die Möglichkeit erhalten, die getroffene Berufswahlentscheidung anhand kohärenter Lehr-/Lernangebote in Theorie und Praxis zu überprüfen. In einem gemeinsamen Evaluationsprojekt zwischen der Universität Stuttgart und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg werden Lehramtsstudierende hinsichtlich ihrer Erfahrungen im Schulpraxissemester befragt. In einem weiteren Teilprojekt wird der Frage nachgegangen, wie die Kohärenz im Bildungswissenschaftlichen Begleitstudium in Bezug auf heterogenitätssensible Aspekte an der Universität Stuttgart von Lehramtsstudierenden wahrgenommen wird. Hierbei liegt der Fokus auf dem Orientierungspraktikum. Durch die curricularen Änderungen in der Studien- und Prüfungsordnung Bachelor Lehramt zum Wintersemester 2020/2021 wurden die Vor- und Nachbereitung sowie die universitäre Begleitung des Orientierungspraktikums neu gestaltet. Anhand der Evaluationsergebnisse der ersten Förderphase und mithilfe der regelmäßigen Austauschgespräche mit Vertreter*innen der SAFL Stuttgart und Esslingen konnte ein kohärentes Lehr-Lernkonzept zur Begleitung von Praxisphasen entwickelt und bereits erprobt werden. Im Rahmen einer Qualifikationsarbeit soll die kohärente Verzahnung von theoretischen Inhalten, mit besonderem Fokus auf heterogenitätssensible Aspekte, aus dem Studium mit der schulischen Praxisphase evaluiert werden. Die Ergebnisse bieten Implikationen für die Gestaltung der nachfolgenden Praxisphasen und für den gemeinsamen Dialog aller an der Lehrkräftebildung beteiligten Institutionen.

Projektmitarbeiterinnen:

Dipl.-Päd. Ramona Böhm – Kohärente Verzahnung von Theorie und Praxis

Linda Schirle – Evaluation des Schulpraxissemesters

 

Professional School of Education (PSE)

Die Lehr:werkstatt stellt eine alternative Praktikumsform (Langzeitpraktikum) für Lehramtsstudierende im Bachelor of Education (Lehramt Gymnasium) dar. Anstelle des dreiwöchigen Orientierungspraktikums arbeiten die Studierenden ("Lehr:werker*innen") in der Lehr:werkstatt mit einer Lehrkraft ("Lehr:mentor*in“) im Tandem zusammen. So gestalten und erleben sie den Schulalltag über ein ganzes Schuljahr hinweg. In verschiedenen Formen des Team-Teachings können sie sich selbst und das Unterrichten erproben und kontinuierlich Feedback erhalten. Sowohl Studierende als auch Lehrkräfte und Schulen können von dieser alternativen Praktikumsform profitieren. Finanziert von der Amanda und Erich Neumayer-Stiftung, wird die Lehr:werkstatt in Kooperation mit anderen am Projekt beteiligten Universitäten in Baden-Württemberg durchgeführt.

Projektmitarbeiterin: Linda Schirle

 

Lehr:werkstatt

Im Zuge der letzten Förderrunde der ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ mit dem Förderschwerpunkt ‚Digitalisierung in der Lehrerbildung‘ hat ab dem 01.04.2020 das neue Projekt “MakEd_digital” an der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg (PSE) gestartet.

Das Projekt MakEd_digital ist ein Verbundprojekt der Universität Stuttgart, der PH Ludwigsburg, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart im Rahmen der kooperativen Professional School of Education.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung digitalisierungsbezogener Kompetenzen von (zukünftigen) Lehrpersonen. An den Verbundhochschulen werden dazu reale, mobile und virtuelle Makerspaces etabliert, die Möglichkeiten zur Nutzung, Entwicklung und Reflexion digitaler Medien und Werkzeuge in Lehr-/Lernkontexten anbieten und den Entwicklungs- und Planungsprozess von digitalen Materialien für den unterrichtlichen Einsatz unterstützen.

Projektmitarbeiterin: in Besetzung

Professional School of Education (PSE)

Im Jahr 2020 erfolgreich durch das Prorektorat Wissenschaftlicherr Nachwuchs und Diversity der Universität Stuttgart im Jahr 2020 beantragt, läuft von 2021 bis 2023 gemeinsam mit den internationalen Partnerhochschulen Sciences Po Bordeaux und Amsterdam University Medical Centers sowie dem YES Forum, eine von der Nationalagentur des DAAD geförderte Maßnahme aus dem ERSMUS+ Programm. Nach wie vor ist der familiäre Bildungshintergrund ein starker Einflussfaktor auf die Entscheidung, ob nach dem allgemeinbildenden Schulabschluss ein Studium aufgenommen wird. Durch das Projekt soll insbesondere für Studierende der Ersten Generation der Zugang zur Hochschule erleichtert und eine Verbesserung der Studienbedingungen erreicht werden. Darüber hinaus werden Materialien für die Arbeit der Universitätsmitarbeiter entwickelt, um die Sensibilität in diesem Bereich zu fördern.

 

Projektbeteiligte in Stuttgart:

 

Prorektorat für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Diversity

Katharina Wilhelm

 

Graduierten-Akademie GRADUS

Dr. Jürgen Hädrich

 

Institut für Erziehungswissenschaft:

Prof. Dr. Christine Sälzer

Dr. Leo van Waveren

Verbundmitglieder im Forschungsprojekt:

  • Universität Stuttgart: Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilungen Pädagogik (Prof. Dr. Sälzer) und Berufs-, Wirtschafts- und Technikpädagogik (Prof. Dr. Kögler)
  • PH Ludwigsburg: Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilungen Allgemeine Pädagogik (Prof. Dr. Böhmer) und Schulpädagogik (Prof. Dr. Weingardt), Abteilung Politikwissenschaft (Prof. Dr. Weber-Stein)

Das Projekt worldlab:

Das Projekt worldlab ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Weltethos und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg für Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung in beruflichen und allgemeinbildenden Schulen. Ziele des Projekts sind u.a. die Förderung der Demokratiekompetenz, der interkulturellen Kompetenz und der Inklusion. Das Projekt beginnt mit Begegnungsworkshops, in denen geflüchtete und nicht geflüchtete Schüler*innen zur Reflexion ihrer Werte angeleitet werden und gemeinsame Werte für ein Schülerprojekt aushandeln. Anschließend bearbeiten die Teilnehmer*innen zusammen in gemischten Tandems ein Praxisprojekt, welches sie über mehrere Wochen planen und dann gemeinsam durchführen. Am Ende jedes Schuljahrs werden die besten Praxisprojekte ausgewählt und prämiert.

Die Begleitevaluation:

Die Begleitevaluation untersucht die Wirkungen des Projekts worldlab auf den Ebenen der teilnehmenden Schüler*innen und Lehrkräfte, der Schule und der Gesellschaft. Die Evaluation beobachtet die Durchführungsprozesse des Projekts (on-going Evaluation) und erforscht dessen Wirkungen und Nachhaltigkeit (ex-post Evaluation). Im Untersuchungsdesign werden quantitative und qualitative Forschungsmethoden kombiniert. Aus der Perspektive einer formativen Evaluation werden Erkenntnisse aus der Evaluation zur Verbesserung des Projekts eingesetzt, mit teilnehmenden  Schüler*innen erprobt und ebenfalls evaluiert.

Die Erkenntnisse aus der empirischen Forschung werden in die Lehrerbildung einbezogen. Der Umgang mit Diversität gilt als eine der wichtigsten Herausforderungen für aktuelle und künftige Lehrkräfte. Das Forschungsprojekt gewinnt hierzu u.a. empirische Erkenntnisse zu Gelingensbedingungen für schulisch initiierte Begegnungen von Schüler*innen unterschiedlicher kultureller Hintergründe.

Zudem sollen die Ergebnisse des Forschungsprojekts der Öffentlichkeit und der Wissensgemeinschaft vorgestellt werden.

Ansprechpartnerin: Daniela Keller, OStRin, M.A.

Abgeschlossene Projekte

Von Winter 2018 bis Frühjahr 2021 wurde von der EU-Kommission über das Programm zur Strukturreform (SRSS) in der Slowakei das Projekt „Criterion Referenced Testing (CRT) for Slovakia“ zur Weiterentwicklung des nationalen Bildungsmonitorings gefördert. In Kooperation mit dem estnischen „Haridus- ja Noorteamet  (Education and Youth Board)“ unterstützte die Abteilung Pädagogik der Universität Stuttgart das slowakische National Institute for Certified Educational Measurements (NUCEM) in Bratislava bei den Veränderungsprozessen des nationalen Bildungsmonitorings. Die regelmäßig erfassten Kompetenzstände von Schüler*innen am Ende der Klassenstufen 5 und 9 in den Fachbereichen Slowakische Sprache und Mathematik wurde dabei methodisch weiterentwickelt und für die Rückmeldung an die Stakeholder auf Kriterien des slowakischen Curriculums ausgerichtet.

Projektbeteiligte in Stuttgart: Dr. Leo van Waveren, Stefan Behrendt, B.Eng. M. Sc. & Andreas Just, M. Sc.

QuaLIKiSS Projektende - Überblick der Ergebnisse im Fachbereich Bildungswissenschaften

Im Rahmen von „QuaLIKiSS" wurden im Fachbereich Bildungswissenschaften zur Optimierung der Lehre neue Ansätze getestet und bewährtes implementiert. So entstand u.a. die Stuttgarter Nachwuchstagung. Mittels der „QuaLIKiSS-Biwi-News“ soll ein Überblick über die Ergebnisse dargestellt werden sowie Good Practice Anregungen geboten werden.

Weitere Ergebnisse zu Stuttgarter Nachwuchstagung Teil 2, Praxis – Good Practices für digitale Tagungen, Forschendes Lernen Konzept und Good Practices im Lehramtsstudium finden sich im QuaLIKiSS-Sammelband, der nach Projektende veröffentlicht wird.

 

Neues aus der Forschung

Sektionstagung empirische Bildungsforschung 2022

Die Abteilung Pädagogik an der Universität Stuttgart wurde zu unserer großen Ehre und Freude als Gastgeberin der Sektionstagung empirische Bildungsforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGFE) im Jahr 2022 ausgewählt!

Die Sektion empirische Bildungsforschung beschäftigt sich mit der Breite der empirischen Forschung in der Erziehungswissenschaft und besteht aus den Kommissionen Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) sowie der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB).

Die Tagung findet vom 21. bis 23. September 2022 in Präsenz (sofern es die Corona-Lage zulässt) im Bildungszentrum Hospitalhof in Stuttgart statt. Der Call for Papers wird im März 2022 veröffentlicht.

 

 

Netzwerktreffen NELSEN in Stuttgart

Am 28. und 29. März 2019 fand das Jahrestreffen des DFG-geförderten Netzwerks NELSEN am IfE in der Abteilung Pädagogik statt: https://www.iqb.hu-berlin.de/research/dm/nelsen

Christine Sälzer und Stefan Behrendt haben gemeinsam mit Kolleginnen aus dem Institut sowie der Stabstelle Qualitätsentwicklung der Universität Stuttgart einen Beitrag zum Online-Studium während der Corona-Pandemie publiziert. Die Daten stammen aus einer Befragung von Studierenden der Universität Stuttgart.

Stefan Behrendt hat ein Paper zum evidenzbasierten Feedback im Hochschulbereich veröffentlicht, das einen Vortrag beim diesjährigen Meeting des NCME (National Council of Measurement in Education) dokumentiert.

Christine Sälzer hat gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Erfurt und Wien einen Beitrag zur Wertschätzung bildungswissenschaftlicher Evidenz bei Lehrkräften veröffentlicht.

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